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Im Gespräch: Corinna Schröder und Lennart Hemme

Moderatoren bei Radio Emscher-Lippe

Ein Artikel von Fabian Tode

Die Moderatoren der Morgensendung von Radio Emscher-Lippe, Corinna Schröder und Lennart Hemme, sprechen im Doppelinterview über ihren Weg zum Radio, darüber, was ihr Sendegebiet so besonders macht und worauf sie sich in der Winterzeit freuen.

Was hat Sie zum Radio geführt?

Corinna Schröder:

Das ist eine ganz lustige Geschichte. Ich hab als Kind schon den Wunsch gehabt, Journalistin zu werden. Zunächst hatte ich mich an der schreibenden Zunft orientiert, aber dann gemerkt, dass mir die Arbeit in einer Lokalzeitung schlicht zu langweilig war. Die großen Magazine, insbesondere die Frauenmagazine zu denen ich wollte, wollten mich aber nicht. Dann hab ich vor mich hin studiert und irgendwann meinte mein Freund, ich würde so schön reden. Der ist zu Radio Emscher-Lippe gegangen und hat dort gefragt, ob die mir zum Geburtstag eine Minute Sendezeit schenken könnten. Die Frau am Empfang meinte damals, dass dies natürlich nicht möglich sei. Mir wurde aber dann ein Praktikum beim Sender angeboten und so bin ich dann hier gelandet.

Lennart Hemme:

Also so cool ist mein Weg nicht. Ich bin hier nicht reingestolpert und es wurde auch nachts kein Moderator krank, sodass ich von der Straße weggecastet wurde. Ich habe während des Studiums in Münster mit Campusradio angefangen. Aber auch bei mir gab es diesen Auslöser, als die Leute gesagt haben: „Du hast so eine schöne Stimme, mach doch mal Radio“. Ich wollte früher auch mal zur FAZ oder zur Süddeutschen. Aber ich habe gemerkt, dass Sprechen eine weitere Dimension des Journalismus ist, welche mir sehr viel Spaß bereitet hat. Da bin ich dann beim Radio geblieben und habe auch klassisch als Praktikant begonnen. Damals in Dülmen beim NRW Lokalfunk. Dann ging es kurz nach Berlin, wo ich auch ein wenig Radio gemacht habe. Aber ich kehrte bald wieder zurück ins Ruhrgebiet, wo ich auch immer noch sehr glücklich bin.

Was macht die Sende-Region für Sie so besonders?

Corinna Schröder:

Ganz einfach: die Menschen. Sie sind immer geradeaus und vom gleichen Zungenschlag. Auch wenn sie manche Dinge schroffer sagen, meinen sie es nicht böse. Und natürlich ist diese Region meine Heimat. Schalke ist mein Verein. Ich fühle mich dem ganzen Umfeld sehr nahe. Es ist mein Gelsenkirchen und mein Stadtteil Buer. Aber auch Gladbeck und Bottrop sind mir über eine so lange Zeit sehr ans Herz gewachsen. Ich kenne dort fast jede Straße. Dennoch kann ich auch immer mal wieder etwas Neues entdecken.

Lennart Hemme:

Ich bin in Niedersachsen groß geworden, deswegen gibt es diesen Heimatbonus bei mir gar nicht, aber trotzdem bin ich sehr gerne hier. Es war im ersten Moment bei mir – wie auch Berlin oder Münster – ein Ort, wo ich zunächst arbeite. Nach und nach habe ich mich dann mit dem Revier immer besser identifizieren können. Besonders fasziniert mich die Infrastruktur mit den ganzen Städten in der Umgebung. Es gibt ja hier wirklich alles: jegliche Art von Restaurants und Veranstaltungen. Ich finde den Ruhrpott so besonders, da dieser in meinen Augen wesentlich sympathischer rüberkommt als andere Ballungsräume in Deutschland. Die Menschen hier sind einfach nicht so selbstverliebt, sondern bodenständig. Das gefällt mir besonders gut. Sie sind immer ehrlich und tragen ihr Herz auf der Zunge – das muss man als Moderator auch abkönnen. Wenn ich hier etwas sage, was den Menschen nicht so passt, dann stehen sie auch mal hier auf der Matte.

Worauf freuen Sie sich in der dunklen Jahreszeit?

Corinna Schröder:

Ich freue mich besonders auf Weihnachten. Da gibt es bei uns immer Raclette. Alle sitzen gemeinsam am Tisch und haben Spaß. Das Schöne daran ist auch, dass man lange beisammen sitzt. Ansonsten freue ich mich auch auf die Weihnachtsmärkte und auf Kekse. Ich dekoriere und bastele aber auch total gerne oder lese in gemütlicher Atmosphäre ein schönes Buch zu Hause. Freunde treffen steht bei mir aber auch ganz oben auf der Liste. Gemeinsam gehen wir dann ins Kino oder kochen zusammen. Prinzipiell versuche ich immer, mit guter Laune durch den Winter zu kommen.

Lennart Hemme:

Ich bin auch ein Riesenfan von Weihnachtsmärkten. Aber wir haben hier im Sender auch immer sehr viel zu tun um die Weihnachtszeit herum. Ich freue mich auch schon auf unseren Teil der „Aktion Lichtblicke“. Wir verkaufen hier dann Glühwein für den guten Zweck. Ansonsten unterscheidet sich mein Alltag im Winter nicht sonderlich vom Rest des Jahres. Ich lasse mir mein Leben nicht so gerne vom Wetter und der Jahreszeit diktieren. Ich treffe dieselben Leute in gleicher Häufigkeit. An einem Wochenende im Winter versuche ich jedoch in eine schöne Stadt zu fahren. Das ist für mich ein Ritual geworden. Unheimlich gerne würde ich aber mal Skifahren. Das hatte sich in der Vergangenheit leider nicht ergeben. Zusammenfassend würde ich sagen, halte ich es ähnlich wie meine Kollegin. Mit guten Freunden und guter Stimmung gemeinsam durch den Winter.

Wir bedanken uns für das nette Gespräch.