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Urologie / Kinderurologie

Chefarzt Prof. Dr. med. Bernhard Planz
(02043) 278-15600
Prof. Dr. med. Bernhard Planz

Klinik für Urologie / Kinderurologie

Die Klinik für Urologie und Kinderurologie unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. med. B. Planz deckt als Schwerpunktzentrum das gesamte urologische Spektrum ab.

  • Prostatazentrum: gut- und bösartige Erkrankungen der Prostata
  • Kontinenz-/Beckenbodenzentrum: unfreiwilliger Urinverlust, Neurourologie
  • Uro-onkol. Tumorerkrankungen: bösartige Tumoren der Harnblase, der Nieren sowie des äußeren Genitale
  • Harnsteinerkrankungen: Nierenstein, Harnleitersteine, Blasensteine
  • Kinderurologie: Fehlbildungen des äußeren Genitale und der harnableitenden Systeme (Niere, Blase, Harnleiter)
  • Harnwegsinfekte: Nieren-/Blasenentzündungen, Harnwegsinfekte
  • Andrologie: Uroproktologie  Penisverkrümmungen, Hormonabfall, Analbeschwerden

Jährlich werden in der Klinik etwa 2300 Patienten stationär und 2000 Patienten ambulant betreut. Dafür stehen 34 Betten und eine angeschlossene Kinderstation zur Verfügung. Die Versorgung wird neben dem Chefarzt durch 3 Oberärzte, 7 Assistenzärzte und 29 Pflegekräfte sichergestellt.

Eine hochmoderne technische Ausstattung und der Einsatz innovativer Behandlungsmethoden  unter wissenschaftlicher Kontrolle sichern optimale Behandlungsergebnisse:

  • Roboterassistierte Schlüssellochchirurgie an Prostata, Blase und Nieren
  • Lasertechnologie für Prostata und Niere (Greenlight-, Holmium- und FREDDY-Laser)
  • Photofluoreszenzverfahren und bipolare Hochfrequenzresektion bei der Behandlung von Blasen- und Prostatakrebs 
  • Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie zur Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen
  • HIFU-, Kryo- und Brachytherapie als Behandlungsalternative bei bösartigen Prostataerkrankungen
  • Operationsmikroskop für rekonstruktive Eingriffe, besonders in der Kinderurologie
  • Video-Blasendruckmessung, Botulinumtoxin- und Gelunterspritzung, Blasenschrittmacher, Bänder und artefizielle Schließmuskel bei Urinverlust
  • MRT Ultraschallfusionierte Prostatastanzbiopsie
  • SPACEOAR und Goldmarkerimplantation bei Prostatakarzinom
  • Narrowbandimaging zur Früherkennung von Blasen-und Nierenbeckentumoren
  • Mini- und Ultramini PNL zur Schlüssellochentfernung von Nierensteinen
  • Uroskop OMNIA (setzt neue Maßstäbe in der Urologie)
  • Intraoperative Ultraschallsonde
  • Diagnostik und Therapie aus einer Hand
  • Fester ärztlicher Ansprechpartner
  • Vermeidung von unnötigen Doppeluntersuchungen
  • Kein Informationsverlust zwischen den behandelnden Ärzten

HIFU-Behandlung bei Prostatakrebs

Punktgenaue Behandlung der Prostatakrebses

Fokale Therapie von Krebsherden in der Prostata mittels fokussiertem Ultraschall (HifU)

Krebsherde  in der Prostata gezielt behandeln, ohne das ganze Organ zu behandeln oder gar zu entfernen -  Dieser  Idealvorstellung von Patienten und Urologen erschließt sich im Rahmen der Weiterentwicklung der Ultraschall-Technologie seit Anfang 2016 ein neuer Weg.

Die Behandlung  von auf die Prostatadrüse begrenztem Krebs mittels hochintensivem fokus-sierten Ultraschall anstelle der Radikal-Operation oder der Bestrahlungstherapie - vor allem wenn diese Verfahren nicht in Frage kommen -  ist ein seit vier Jahren in der Urologie des St. Barbara Hospitals fest etabliertes Behandlungsverfahren. Weit über 100 Patienten sind in diesem Zeitraum von Oberarzt Dr. med. S. Hauser und Prof. Dr. med. B. Planz mit „HifU“ behandelt  worden, wobei die Behandlungsergebnisse bezüglich des Therapieerfolges nicht hinter den anderen Verfahren zurückstehen und die Nebenwirkungen aber besonders beim älteren oder vorerkrankten Patienten deutlich geringer ausfallen.

Ein gravierender Nachteil aller Verfahren bisher ist, dass selbst  bei  einem kleinen oder we-nig aggressiven  Tumorherd in der Prostata immer das ganze Organ behandelt wird.

Zwei Hauptgründe sprachen bisher gegen eine gezielte Behandlung von Krebsherden in der Prostata: Die fehlende Sicherheit in der Bildgebung  zur Darstellung des Karzinoms in der Prostatadrüse . Ultraschall-Diagnostik und  CT-Darstellung der Prostata sind mit einer hohen Fehlerhaftigkeit bei der Lokalisation der Herde behaftet. Hinzu kam eine fehlende Technik zur gezielten Behandlung kleiner Krebsherde,  ohne das Umgebungsgewebe in großem Um-fang mit zu behandeln.

In beiden Problemfeldern stehen aber jetzt Innovationen zur Verfügung, die die Detektion sowie die Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessern.

Speziell aufgerüstete Kernspinn-Tomographen (MRT) mit 3 Tesla Rektalspulen ermöglichen eine wesentlich genauere Bildgebung der Prostata. Verdächtige Bezirke können so besser erkannt und markiert werden.

Diese Daten werden dann in ein neu entwickeltes HifU-Gerät zur fokalen Therapie einge-spielt und  ergänzen das zur Behandlung verwendete Ultraschall-Bild. Die neuartige Soft-ware des „Focal One“-Gerätes erlaubt es dem Behandler, jeden beliebigen Punkt in der Prostata, der größer als 5 mm, ist mit fokussiertem Ultraschall zu behandeln und das Gewe-be an dieser Stelle zu zerstören, ohne das Nachbargewebe oder die empfindlichen Nerven-bahnen zur Steuerung der Kontinenz oder Potenz zu tangieren.

Dieses Therapieverfahren bietet zudem eine Behandlungsoption für eine Patientengruppe, die in der letzten Zeit immer stärker in den Fokus der urologischen Behandlung tritt, die Gruppe der an Prostatakrebs erkrankten Patienten unter „ aktiver Überwachung“.

Unter „active surveillance“ verbirgt sich ein Behandlungskonzept für Prostatakrebspatienten, bei welchen hinsichtlich der Aggressivität und der Ausdehnung des Krebses so gute Progno-sefaktoren vorliegen, das das Langzeitüberleben ohne Therapie nicht schlechter ist, als bei Patienten, die sich einer operativen oder strahlentherapeutischen Behandlung unterzogen haben.

Dieser  Therapieansatz verlangt allerdings ein hohes Maß von Mitwirkung bei den Betroffe-nen, da engmaschige Kontrollen inklusive regelmäßiger Probeentnahmen aus der Prostata durchgeführt werden müssen, um einen Übergang des Krebses in eine aggressivere und damit therapierelevante Form rechtzeitig zu erkennen.

Gerade für diese Patientengruppe lässt sich mit Hilfe der fokalen Therapie eine zusätzliche Sicherheit erreichen, da auf fokaler Ebene eine hochwirksame Therapie durchgeführt wird,  ohne die Nebenwirkungen der Behandlung der  gesamten Prostata in Kauf zu nehmen.

Nach wie vor gibt es mit „Fokal One“ auch die komplette Behandlung der Prostatadrüse bei Prostatakrebs und bei Strahlenversagen. Die Europäische Gesellschaft für Urologie emp-fiehlt erstmals in den neuen Leitlinien 2014 eine HIFU-Behandlung als Alternative zur Radi-kalenentfernung oder Strahlentherapie mit einem Evidenzlevel C.

Für Rückfragen zum Behandlungsverfahren und der Verfügbarkeit können sich Interessierte an das Sekretariat der Klinik für Urologie, Telefon 02043/278-15600, wenden. 

Neues Therapieverfahren zur Behandlung von Blasenkrebs mit Hyperthermie (HIVEC) 

Das Harnblasenkarzinom ist mit 28.000 Neuerkrankungen pro Jahr das dritthäufigste Karzinom. Die Inzidenz ist steigend (30% innerhalb von 15 Jahren). Das neue Therapieverfahren (HIVEC: hyperthermische intravesikale Chemotherapie mit Mitomycin) wird nach Blasentumoroperationen angewandt, um ein Wiederauftreten oder ein Fortschreiten der Krebserkrankung zu verhindern, so Prof. Dr.med. Bernhard Planz , Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am St. Barbara Hospital in Gladbeck.

Bisherige Studien und die Ergebnisse von den behandelten Patienten in Gladbeck mit dem neuen Therapieverfahren HIVEC (Combat BRS System) zeigen eine deutliche Senkung der Rezidivrate, d.h. erneut einen Blasentumor zu erhalten, erläutert Cajetan Nzeh, Funktionsoberarzt der Klinik für Urologie in Gladbeck.

Das verwendete Combat BRS System ist ein Re-Zirkulationssystem und gewährleistet damit eine effiziente Wärmeübertragung und eine genaue Temperaturregelung von 43 Grad Celsius bei homogener Verteilung von Mitomycin-C in der Blase. Mitomycin-C ist ein alkylierendes Chemotherapeutikum, welches bei 43 Grad effektiver wirkt als bei normaler Körpertemperatur. Durch die Erwärmung ist auch ein tieferes Eindringen des Mitomycin-C in die Blasenwand möglich. So können Krebszellen besser zerstört werden.

Die Hyperthermie hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Immunsystem, was zu einer verstärkten Aktivierung von mehr natürlichen Killer-Zellen führt. Diese Killerzellen richten sich gegen wärmegeschädigte Krebszellen, da sie Hitzeschockproteine auf der Oberfläche der Krebszellen erkennen. Der multifaktorielle Wirkmechanismus der Chemo-Hyperthermie erzeugt eine starke synergistische Wirkung, die ganz spezifisch auf Krebstumoren und Krebszellen wirkt.

Aus unserer Erfahrung sind keinerlei ernsthafte Nebenwirkungen bekannt. Die Behandlung dauert ca. 60 Minuten pro Sitzung. Insgesamt sind 6 Sitzungen (1 Sitzung pro Woche) erforderlich. Anschließend wird die Behandlung beim niedergelassenen Urologen fortgeführt mit einer einfachen Mitomycininstillation jede 4. Woche (max. 1 Jahr) oder BCG.

In 75 % tritt der Blasentumor wieder auf. Auch wenn sich alle sichtbaren Tumorgewebe operativ mittels einer Elektroschlinge entfernt wurden, so besteht trotzdem das Risko, dass

einzelne, für den Operateur nicht sichtbare Tumorzellen in der Blase zurückbleiben.

Um das Risiko eines Rückfalls zu verringern, wird anschließend ein Chemo- (z.B. Mitomycin) oder Immuntherapeutikum (BCG) direkt in die Blase gespült.

Unser Ziel ist in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Urologen in Gladbeck und anderen Städten im Prostata und Uroonkologiezentrum (DVPZ) die Behandlung von Blasenkrebs langfristig zu verbessern und das Risiko eines Rückfalls deutlich zu verringern.

Anhand der bisherigen durchgeführten Studien und unseren Ergebnissen kann mit diesem neuen Therapieverfahren(HIVEC) vor allem bei stark gefährdeten Patienten (Grad 2 und 3 Tumoren) eine längere Tumorfreiheit  und Progressionsverzögerung erzielt werden.

Nähere Informationen erhalten Sie bei den niedergelassenen urologischen Praxen.

  • NSR-Studie (Nationale Seminom Registerstudie) bei Hoden-CA
  • Greenlightlaser-Studie bei gutartiger Prostatavergrößerung
  • Nationale multizentrische prospektive Fall-Kontroll-Studie zur Effektivität der Remeex-Schlinge bei der operativen Behandlung der männlichen Post-Prostatektomie-Inkontinenz (PPI)
  • PDD-Registerstudie bei der Diagnostik des nicht invasiven Harnblasenkarzinoms
  • HIFU (hochintensiver fokussierter Ultraschall)-Anwendungsbeobachtung bei Prostata-CA
  • PREFERE beim Prostatakarzinom
  • IMPACT beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom (abgeschlossen)
  • TIME beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom (abgeschlossen)
  • RUTT-Registerstudie beim nicht invasiven Harnblasenkarzinom
  • AVASTIN-Studie beim Nierenzellkarzinom (abgeschlossen)

 

 

Prostata-SHG

Seit Dezember 2008 gibt es die Prostata-Selbsthilfe-Gruppe in Gladbeck. Sie ist eine Anlaufstelle für Prostata-Patienten sowie deren Angehörige und interessierte Bürger. Persönliche Begegnungen und umfassende Informationen bieten die Chance für einen besseren Umgang mit Prostata-Erkrankungen. Treffpunkt ist jeden ersten Mittwoch im Monat (16.00 Uhr, Konferenzraum im St. Barbara-Hospital).
Nähere Informationen erhalten Sie unter http://prostata-selbsthilfe-gruppe-gladbeck.de/.

Kontinenz-SHG

Die Kontinenz-Selbsthilfegruppe wird in Gladbeck geleitet von Robina Meinhardt in enger Kooperation mit dem Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Gladbeck der Deutschen Kontinenzgesellschaft. Seit 2000 gibt es eine Kontinenz-Selbsthilfegruppe in Gladbeck. Patienten und Patientinnen  mit Harn- oder Stuhlinkontinenz sowie alle interessierten Bürger sind zu den Treffen an jedem 2. Donnerstag im Monat im Kompetenzzentrum „KKEL vor Ort“, Barbarastr. 2, 45964 Gladbeck (gegenüber des St. Barbara-Hospitals) herzlich eingeladen. Beginn ist um 16.30 Uhr. Neben der persönlichen Begegnung und dem Austausch in ungezwungener Atmosphäre finden regelmäßig Vortragsveranstaltungen und Beckenbodentrainings statt. Nähere Informationen erteilt Robina Meinhardt, Physiotherapeutin und Therapeutin für Funktionsstörungen im Becken, unter der Telefonnummer 02043/278-16200. Es können auch kostenlose und unverbindliche Termine für eine therapeutische Beratung vereinbart werden.

360 Grad Der Themenblog der KKEL

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