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Über KKEL Katholische Kliniken Emscher-Lippe
(0209) 504-0

Leitbild

Der Träger und die leitenden Mitarbeiter haben im Leitbild grundlegende Ziele formuliert. Diese sind Basis für die gemeinsame Arbeit aller Mitarbeiter in den Einrichtungen.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
sehr geehrte Damen und Herren,

zu den Aufgaben der KKEL GmbH gehört es, sich den verändernden Rahmenbedingungen in Gesellschaft, Kirche und Gemeinde zu stellen. Dazu gehört auch, die Grundlagen und Handlungsspielräume unserer Arbeit transparent zu machen.

An der Weiterentwicklung und Fortschreibung des bestehenden Leitbildes haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Einrichtungen und Berufsgruppen konstruktiv mit Beiträgen beteiligt. Auch haben wir die uns anvertrauten Menschen in diesen Prozess mit einbezogen. Ihre Anregungen wurden im vorliegenden Leitbild ebenfalls berücksichtigt. Mit den im Leitbild formulierten Kernbotschaften wollen wir Ihnen bei der Bewältigung der täglichen Herausforderungen Orientierung geben und Wertschätzung vermitteln.

Ich hoffe, dass Sie, gleich an welcher Stelle Sie für die KKEL GmbH tätig sind, das Leitbild mit Leben füllen und daraus Kraft und Zufriedenheit für die Versorgung aller uns anvertrauten Menschen schöpfen können.

Seit mehr als 100 Jahren erfüllen die Einrichtungen der Katholischen Kliniken Emscher-Lippe GmbH einen gesellschaftlichen Versorgungsauftrag: Für die Menschen der Region bieten die Häuser medizinische Versorgung auf hohem Niveau und bedarfsgerechte Pflege in jeder Lebensphase.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heilen und lindern Krankheiten, sie verbessern die Lebensqualität der Patienten und begleiten Sterbende. Sie bieten therapeutische Begleitung und eine einfühlsame und professionelle Pflege, die durch Angebote der Palliativversorgung und der Hospizarbeit ergänzt werden. Sie unterstützen die Bewohner der Senioreneinrichtungen und die Patienten in einer eigenständigen und gesunden Lebensführung und bieten allen Menschen in belasteten Lebensphasen seelsorgliche Hilfe.

Neben der hohen medizinischen und pflegerischen Fachlichkeit benötigt die Arbeit mit den uns anvertrauten Menschen vor allem wertschätzende und liebevolle Zuwendung. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Trost spenden der Maßstab für den täglichen Umgang mit Patienten und Bewohnern. Gemeinsam leben wir den christlichen Auftrag der helfenden Zuwendung und der Unterstützung des Mitmenschen.

Wir begleiten die Lebensphasen, die durch Krankheit oder durch Einschränkungen des Alters belastet sind. Der kirchliche Träger gibt uns den Auftrag unsere Werte, unsere ethischen Maßstäbe und die Motivation aus der Gottes- und Nächstenliebe zu schöpfen, die Jesus Christus uns vorgelebt hat. Alle Mitarbeitende tragen als Dienstgemeinschaft dazu bei, dass die Einrichtungen ihren Teil am  Sendungsauftrag der Kirche erfüllen können.

Wir bauen auf die hohe Bereitschaft der Mitarbeitenden, ihre Werte und Haltungen in die alltägliche Arbeit einzubringen. Deshalb bemühen wir uns um Arbeitsbedingungen, unter denen sie ihren Beruf gerne ausüben und ihre Leistungsbereitschaft einbringen können.

Das heutige Gesundheitswesen und die Pflegelandschaft liefern eine verlässliche Qualität der Versorgung mit hohen medizinischen und pflegerischen Standards. Sie erzeugen jedoch auch wirtschaftlichen Druck und belastende Rahmenbedingungen für den Arbeitsalltag unserer fachlich gut ausgebildeten Mitarbeitenden: Die anhaltende Arbeitsverdichtung bewirkt, dass eine Dienstleistung mit gleicher Qualität von weniger Mitarbeitenden in kürzeren Zeiträumen erbracht werden muss. Mitarbeitende erleben, wie sie ihrem eigenen Anspruch der Zuwendung und Begegnung mit den anvertrauten Menschen nicht
ausreichend gerecht werden können.

Mit der steigenden Anzahl der hochbetagten oder an Demenz erkrankten und alleinstehenden alten Menschen nimmt auch die Notwendigkeit einer umfassenden Fürsorge zu.

Mit dem dynamischen Wandel des Gesundheitswesens und der Landschaft der Altenhilfe verändern sich die fachlichen Ansprüche, die Arbeitsabläufe und ganze Berufsbilder. Dieser ständige Wandel muss im Arbeitsalltag angenommen und bewältigt werden, die Mitarbeitenden wollen ihrem selbstgesetzten Qualitätsanspruch gerecht werden. Der ungelöste Fachkräftemangel schafft ebenfalls neue Verunsicherung.

Diese Herausforderung nehmen wir gemeinsam an! Die Menschen der Region haben den Einrichtungen der KKEL über Jahrzehnte ihr Vertrauen geschenkt. Dieses gewachsene Vertrauen ermutigt und verpflichtet uns.

Die Unternehmenskultur baut auf Solidarität und gemeinsame Werte: Wir pflegen auf allen Ebenen einen wertschätzenden Umgang, wir fördern das eigenständige Handeln der Mitarbeitenden. Verlässlich gute Kommunikation hilft uns dies umzusetzen.

Das Ziel des wirtschaftlichen Handelns ist die Erfüllung des gesellschaftlichen und des kirchlichen Auftrags. Wir wollen die Einrichtungen und die Arbeitsplätze erhalten. Dabei geht Gemeinnutz vor Eigennutz. Wir orientieren uns an den ökonomischen und fachlichen Leistungszielen, die zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftlichkeit und der Qualität unserer Arbeit vorgegeben sind. Wirtschaftliches Handeln und Qualität liegen in der Mitverantwortung jedes Mitarbeitenden.

Durch die Veränderung der sozialen Altersstruktur sowie die enorme Zunahme betagter und hochbetagter Singles wachsen die Anforderungen an die Versorgung im Krankenhaus oder in der Senioreneinrichtung. Diesen Herausforderungen in der ganzheitlichen Versorgung älterer Menschen stellen wir uns als kirchlicher Träger.

Als Mitarbeitende dienen wir den uns anvertrauten Menschen vor allem mit einer hervorragenden medizinischen und pflegerischen Versorgung. Unser Handeln ist sowohl auf die körperliche Gesundheit als auch auf die seelischen Bedürfnisse und die sozialen Belange ausgerichtet. Wir unterstützen und beraten Menschen auch darin, Erkrankungen und Alterserscheinungen vorzubeugen und sich  eigenverantwortlich dem zu widmen, was sie gesund hält.

Wir bejahen das Leben und gehen mit echtem menschlichem Interesse auf den einzelnen Patienten und Bewohner ein und geben ihm so eine hohe Wertschätzung unabhängig von Herkunft, religiöser Zugehörigkeit oder sozialem Status. Wir achten ihre Autonomie und fragen deshalb nach ihrer Vorstellung von Lebensqualität. Wir beteiligen sie an Entscheidungen und schützen ihre Privatsphäre.

Wir nehmen Lob, Anerkennung und konstruktive Kritik gleichermaßen offen an, um unsere Qualität ständig zu verbessern.

In jeder Lebensphase schützen wir die Würde des Menschen. Wir sind klar in den christlichen Orientierungen, von denen wir uns in schwierigen ethischen Entscheidungen vor allem am Lebensbeginn und am Lebensende leiten lassen. Wir sind offen und sensibel für die unterschiedlichen religiösen Belange, so dass Sterbende Beistand erfahren und Angehörigen Trost gespendet wird.

Im akuten Erkrankungsfall oder bei drohender Pflegebedürftigkeit bedarf der Mensch in erhöhtem Maße der Übernahme von Verantwortung, Zuwendung und Obhut seitens Dritter. Die medizinische Begleitung des Älteren kann oft die gesamte Diagnostik und Therapie der modernen Medizin mit rehabilitativen Aspekten als auch eine palliative Versorgung erfordern. Der richtige Weg muss sorgfältig gesucht und im Kontakt mit Patienten und dessen Bezugspersonen vereinbart werden.

In der Altenhilfe bieten wir als Institution ein Lebensumfeld, in dem sich Bewohner auf Dauer aufgehoben fühlen können.

Der Arbeitsplatz bringt uns mit unterschiedlichen Menschen zusammen. Wir gestalten unsere alltägliche Zusammenarbeit auf der Grundlage von Vertrauen, Toleranz und Ehrlichkeit. Deshalb begegnen wir uns offen, höflich und freundlich.

Wir gehen auch über die eigene Abteilung hinaus wertschätzend miteinander um. Durch die Zusammenarbeit aller Berufsgruppen und Dienstleistungen erfahren die uns anvertrauten Menschen eine hochwertige Behandlung und Betreuung in guter Atmosphäre.

Die Vorgesetzten qualifizieren sich für die Personalführung und gehen menschlich wertschätzend mit den Mitarbeitenden um, das schließt Anerkennung, fachliche Bewertung und ehrliche gegenseitige Rückmeldung ein. Auf Grundlage des christlichen Menschenbildes sehen wir die Mitarbeiterin und den Mitarbeiter als Mensch in ständiger Entwicklung. Deshalb fördert der Arbeitgeber den fachlichen und beruflichen Werdegang. Die Personalentwicklung verstehen wir als Fürsorgepflicht.

Die Mitarbeitenden werden gut informiert, um sie an Lösungswegen zu beteiligen und ihre Eigenverantwortung zu stärken. Sie erfüllen ihrerseits ihre Aufgaben nicht problem-, sondern lösungsorientiert, sie werden aktiv an Projekten beteiligt, dabei berichten sie eigenständig, inwieweit vereinbarte Ziele erreicht wurden oder Risiken erkannt werden. Dazu werden wir als lernende Organisation unsere Feedback-Kultur weiter ausbauen.

Wir bieten verschiedene Maßnahmen an, um dauerhaft die Gesundheit der Mitarbeitenden am Arbeitsplatz zu fördern.

Als kirchlicher Träger leisten wir einen gemeinnützigen Dienst im Auftrag der Gesellschaft und für die Menschen der Region.

Die Problemlagen einer alternden Gesellschaft fordern uns heraus: Die Behandlung des älteren Menschen geht weit über unsere stationäre und ambulante Versorgung hinaus. Krankenhaus und Senioreneinrichtung stimmen die Zusammenarbeit ab. Wir sind offen für sozialräumliche Ansätze. Wir stellen uns dieser drängenden Aufgabe, in dem wir uns mit weiteren versorgenden Strukturen gesellschaftlich gut vernetzen. So können unsere Stärken und die Fachkompetenz bei der Behandlung auch auf das nahe Umfeld ausstrahlen.

Die Einbindung in die Kirche erschließt dem Träger wie den Mitarbeitenden viele Ressourcen: Seelsorgerinnen und Seelsorger begleiten auf Wunsch die Patienten und Bewohner und stüzen die Mitarbeitenden in belastenden Situationen. Die Altenhilfe gewährleistet seelsorgliche Begleitung durch den Kontakt zur Pfarrgemeinde und durch die Befähigung eigener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Als christliche Einrichtung sind wir religionssensibel und offen für unterschiedlichste Formen des religiösen Lebens. Im Umfeld der Kirchengemeinden gewinnen wir ehrenamtlich Tätige, die sich mit ihren Möglichkeiten den uns anvertrauten Menschen zuwenden.

Wir nutzen vor allem im Seniorenheim die Gemeinde und Sozialarbeit der Kirchen und weiterer Träger für eine möglichst integrierte und ganzheitliche soziale Versorgung der uns anvertrauten Menschen.

Als kirchliche Einrichtung geben wir den Mitarbeitenden Impulse und  Fortbildungsmöglichkeiten, um sie in ihrer Zuwendung zum Menschen, in einer zeitgemäßen Wertorientierung und in ihrem jeweiligen beruflichen Ethos zu bestärken.

Die Kirche unterstützt die ethische Orientierung bei medizinischen Grenzfragen am Anfang und am Ende des Lebens.

Kirchliche Verbände übernehmen die politische Interessensvertretung, um gesamtgesellschaftlich förderliche Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen und der Altenhilfe einzufordern und mit zu gestalten.

Ein PDF unseres Leitbildes steht unter folgendem Link für Sie zum Download bereit:

Das KKEL-Leitbild

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