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Zurück zur Übersicht 05.10.2020, 12:00

Urologische Klinik setzt weiter auf Hightech



Die Klinik für Urologie und Kinderurologie am St. Barbara-Hospital Gladbeck setzt weiterhin  einen neuen Roboter in 3D-Technik bei Prostata- und Nierentumoren ein.

Nach Einführung eines handgeführten roboterassistierten Präzisionssystem in der Klinik für Urologie am St. Barbara-Hospital Gladbeck im Jahr 2011 wurden bereits weit mehr als 1.000 Eingriffe durchgeführt. Das Robotersystem wird zur Behandlung bei endoskopischen Eingriffen (Schlüssellochchirurgie) an der Prostata, der Blase und der Nieren verwandt. Die Robotertechnik ermöglicht Drehbewegungen der Instrumentenspitzen um 360 Grad. Ein Verdrehen des Handgelenks oder Umsetzen des Instruments ist nicht mehr nötig. Die konventionellen Geräte in der Endoskopie sind oft gerade und starr. Der menschliche Körper hat aber Kurven und Konturen, die mit geraden Instrumenten unter bestimmten Voraussetzungen nur schwer zugänglich sind. Die neuen, seit 2014 eingesetzten, roboterunterstützten Instrumente sind noch kleiner, lassen sich sowohl abwinkeln als auch drehen und können so auch an Kurven und ungeraden Stellen im Körper eingesetzt werden. Dabei bleibt die vollständige Kontrolle der Instrumente jederzeit beim Chirurgen.

Als erste Klinik in Nordrhein-Westfalen wurden über ein neues 3D-Robotersystem, den Roboter Dex der französischen Firma Dextérité Surgical, zusammen mit der räumlichen 3D-Sicht des Aufnahme- und Wiedergabesystems der Firma Olympus mit den handgeführten roboterassistierten Präzisionsinstrumenten Strukturen besser erreicht, genauer identifiziert und schonender präpariert. Das neue Robotersystem erweiterte den Bewegungsspielraum bei endoskopischen Eingriffen: Es können viele Eingriffe dieser sogenannten Schlüssellochchirurgie deutlich leichter, schneller und präziser ausgeführt werden. „Die Nerven lassen sich noch besser präparieren und schonen“, beschreibt Chefarzt Prof. Dr. med. Bernhard Planz begeistert seine Erfahrungen mit den Geräten.

Schlüssellochchirurgie und roboterunterstützte Operationen haben in den letzten zehn Jahren weltweit einen bemerkenswerten Wandel und Aufschwung erfahren. Diese rasante Entwicklung zwingt den operativ tätigen Urologen, sich mit diesen modernen Verfahren vertraut zu machen. Für Patienten bedeuten minimalinvasive Eingriffe mit Roboterunterstützung und 3D-Technik in der Regel nach der Operation weniger Schmerzmittelbedarf und insgesamt eine verkürzte Aufenthaltsdauer im Krankenhaus und eine kürzere Genesungszeit. Die Gewebeschäden sind geringer, die Blutverluste weiter minimiert. Bei der Prostata wird z.B. von den Pathologen in modifizierter NEUROSAFE-Technik während der Operation der gesamte Schnittrand beurteilt. Durch diese nur in wenigen Zentren angewandte Technik wie z. B. in der Martini Klinik in Hamburg  gibt dem Patienten noch mehr Sicherheit, dass der Tumor im Gesunden entfernt ist und die Nervenbündel, wichtig für Potenz und Kontinenz, erhalten werden können. 3 D, HD und Roboterinstrumente ermöglichen, die Nervenbündel und andere Strukturen noch exakter zu präparieren.

 

„Kleine Narben, schnellere Rekonvaleszenz und weniger Schmerzen", so beschreibt Prof. Dr. med. Bernhard Planz die Vorteile für seine Patienten. Dieser Sachverhalt wird am 6. Oktober 2020 um 15:00 Uhr im Konferenzraum des St. Barbara Hospitals Gladbeck bei der Prostata-Selbsthilfegruppe referiert.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Es werden entsprechende Hygiene- und Abstandregeln eingehalten, sowie die Adresse der Zuhörer aufgenommen.

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