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Zurück zur Übersicht 25.11.2019, 12:00

Blut im Urin! Was tun?



Treffen der Selbsthilfegruppe „Blasentumoren“ des Selbsthilfebundes Deutschland Blasenkrebs e.V.  Blasenkrebsselbsthilfegruppe Gladbeck, Bottrop-Kirchhellen und GE-Horst; Vorsitzender Rolf Kickum und Koordinator Prof. Dr. med. B. Planz am Mittwoch, 27. November 2019 um 15 Uhr im kleinen Konferenzraum im St. Josef-Hospital, Rudolf-Bertram Platz 1, Gelsenkirchen-Horst.

Blut im Urin, sichtbar oder in einem Teststreifen festgestellt, sollte immer zu einem Arztbesuch führen. Eine Rotverfärbung kann auch durch den Verzehr von Roter Beete, Rhabarber oder durch Medikamenteneinnahme bedingt sein. In 20 Prozent der Fälle ist Blasenkrebs die Ursache.

Blasenkrebs ist der vierthäufigste Tumor bei Frauen und Männern. Raucher haben ein vier- bis sechsfach erhöhtes Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken. Mit der HD-Weißlicht-Blasenspiegelung wird der Verdacht bestätigt. Zu einem späteren Zeitpunkt wird der Blasentumor durch die Harnröhre entfernt. Hierzu verwendet die Urologische Klinik in Gladbeck unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Bernhard Planz ein neues Verfahren: die photodynamische Diagnostik mit Blaulicht.

Sehr kleine oder flach wachsende Harnblasentumoren können von erfahrenen Urologen schnell übersehen werden. Aus diesem Grunde wird ein Mittel namens Hexylaminolevulinsäure in die Harnblase gespritzt. Diese Substanz reichert sich speziell in Tumorzellen an, die dann unter Blaulicht rot leuchten. Ein Übersehen von flachen Tumoren und ein frühzeitiges Wiederkehren kann so verhindert werden.

Seit 2008 ist dieses Verfahren in 26 europäischen Ländern zugelassen. In der Urologischen Klinik in Gladbeck wurden bereits über 2.000 Patienten mit diesem Verfahren operiert. Andere Verfahren wie die HD-Weißlichtblasenspiegelung verbessern die Bildinformation. Das Narrow band imaging macht die erhöhte Gefäßdichte von Tumorgewebe sichtbar und stellt einen Vorteil im ambulanten Setting dar. Die konfokale Laser-Endomikroskopie ermöglicht, Tumorzellen mittels eines flexiblen Endoskops mit speziellen Sonden in low Grade und high Grade zu unterscheiden. Die Kombination dieser Verfahren kann die Diagnostik verbessern.

Nach dem Vortrag stehen Ihnen die Referenten Herr Pantelis Dimitroulis und Prof. Dr. med. Bernhard Planz für Fragen zu „Blut im Urin Was tun?“ zur Verfügung. Hierzu sind alle Bürger aus Gladbeck, Gelsenkirchen und Bottrop und der Umgebung herzlichst eingeladen.

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